Quellenangabe:
Zeitgenössische Dokumente aus dem Stadtarchiv Bad Pyrmont (sofern nicht anderweitig gekennzeichnet), fotografiert im Rahmen dokumentarischer und journalistischer Recherchen zur historischen und aktuellen Aufklärung von Menschenrechtsverstößen.
Hinweis:
Die Veröffentlichung erfolgt im öffentlichen Interesse, gestützt auf Art. 5 GG (Presse- und Meinungsfreiheit) sowie § 50 UrhG (Zitatrecht), und dient der Sichtbarmachung struktureller Gewalt sowie der Wahrung individueller und kollektiver Grundrechte.



Aus dem Einwohner-Adressbuch von Bad Pyrmont von 1927
Sparkassen
Städtische Sparkasse, Schulstraße 7, Fernruf 94
Banken
Genossenschaftsbank, Brunnenstraße, Fernruf 26
Pyrmonter Bank, Altenauplatz 4, Fernruf 26
Waldeckische Bank A.-G., Brunnenstraße 28, Fernruf 27 u. 28
1927
Quelle:
https://pyrmontwiki.de
(direkt zum PDF auf Google Drive)
Aus dem Reichs-Telefonbuch von Bad Pyrmont von 1938
756 Sparkasse der Stadt Bad Pyrmont
369 Spar- u. Darlehnskasse, Holzhausen.
766 Spar- u. Darlehnskasse, Lügde
628 Pyrmonter Vereinsbank, Schlageterpl. 4

Aus einem Prospekt über das Staatsbad Pyrmont von 1949
Banken und Sparkassen:
Städtische Sparkasse, Brunnenstraße 2,
Fernruf: 756
Pyrmonter Volksbank, Altenauplatz 4,
Fernruf: 628
Spar- und Darlehnskasse, Schillerstraße 57,
Fernruf: 369
1949

Aus dem Adressbuch Bad Pyrmont von 1949
Banken und Sparkassen:
Städtische Sparkasse, Brunnenstraße 2,
Fernruf: 756/57
Pyrmonter Volksbank e. G. m. b. H., Die Bank der schaffenden Stände. Die Sparkasse für jedermann. Volksbänken in allen Städten Deutschlands
Spar- und Darlehnskasse e. G. m. b. H., Schillerstraße 57,
Fernruf: 369
Kreissparkasse des Kreises Höxter Hauptzweigstelle Lügde, Fernruf: 224, Amt Pyrmont, Postscheckkonto: Hannover 7423
Spar- und Darlehnskasse e. G. m. b. H., Lügde, Vordere Str. 277,
Fernruf: 766
Stadtsparkasse Bad Pyrmont

Aus der Pyrmonter Zeitung:
„Nachtrag zur Satzung der Städtischen Sparkasse zu Bad Pyrmont vom 13. September 1932.
Gemäß § 27 der Satzung erhält der Absatz 2 auf Grund des Beschlusses vom 24. Oktober 1939 der Beigeordneten und Ratsherren folgende Fassung:
§ 27 Abs. 2:
„Darlehen gegen Schuldscheine oder Kredite in laufender Rechnung dürfen ohne satzungsmäßige Sicherstellung im Einzelfalle bis zu RM 2 000.- bewilligt werden; zur Förderung besonderer von der obersten Aufsichtsbehörde als volkswirtschaftlich wichtig anerkannter Aufgaben Einzelfalle bis zu RM 3 000.- bewilligt werden; zu der Krediteinräumung bedarf es eines einstimmig gefassten Beschlusses des Kreditausschusses oder des Vorstandes.
Die Darlehen müssen jederzeit fristlos kündbar sein. Der Gesamtbetrag solcher Darlehen bedarf nicht über 4 v. H. des Gesamteinlagenbestandes hinausgehen.
Der Vorstand hat die Sicherheit solcher Darlehen halbjährlich zu prüfen. Der Sparkassenleiter hat dem Vorstand alsbald Bericht zu erstatten, wenn Bedenken gegen Darlehensnehmer mit den ihm obliegenden Zins- oder Tilgungsraten länger als 2 Monate in Rückstand kommt.“
Bad Pyrmont, den 25. Oktober 1939.
Der Bürgermeister. gez. Zuchhold
Genehmigt!
Hannover, den 30. Oktober 1939
Der Regierungspräsident.
Im Auftrage: gez. v. Breitenbach.“

Anzeige der Städtischen Sparkasse Bad Pyrmont im Wohnungsanzeiger Bad Pyrmont von 1934
Einlösung und Ausstellung von Reisekreditbriefen, Geldverwahrung für Kurgäste, Umwechslung fremder Geldsorten, Moderne Stahlkammer
Konten:
Postcheckamt Hannover 5744
Reichsbank Hameln
Niedersächsische Landesbank (Girozentrale) Hannover
Preußische Staatsbank Berlin


Städtische Sparkasse Bad Pyrmont an die Adolf-Hitler-Bad Pyrmont-Stiftung
„Betrifft: Wohnungen im Hause Schlosstrasse 9
Beifolgend übersenden wir Ihnen eine Berechnung über die anteiligen Heizungskosten für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1937. Von dem Gesamtverbrauch entfällt auf Ihre Wohnung ein Betrag von RM 104.35. Der Einfachheit halber haben wir diesen Betrag Ihrem Konto Nr. 540 belastet.
…
Gesamtverbrauch: 660,10 RM
Davon entfällt…
Adolf-Hitler-Stiftung:
15,5%, 102,35 RM
Bürgermeister Zuchhold:
34%, 224,40 RM
Dr. Lentrodt:
50,5%,333,35 RM“
10. Juli 1937
Volksbank Hameln-Stadthagen

Handelsregistereintrag (Stand: 07. Juli 2025)
Geschlossene Register:
Raiffeisenbank Bad Pyrmont eG.
Historie: 1.) Spar- und Darlehnskasse Bad Pyrmont eG.
Volksbank Bad Pyrmont – Emmerthal eG
Historie: 1.) Volksbank im Emmerthal eG.
Banken aus der Region Hameln-Pyrmont

Von der Polizeileitung Bückeburg an den Bürgermeister in Bad Pyrmont
„Die Vergütungen für die aus Anlass des Erntedanktages 1936 in der dortigen Gemeinde einquartierten Schutzpolizeibeamten werden durch die Sparkasse des Kreises Hameln-Pyrmont nach dort überwiesen.
Anliegende Bescheinigungen dienen als Unterlage für die Verteilung der Beträge auf die einzelnen Quartiergeber und brauchen nicht zurückgesandt zu werden.“
14. Oktober 1936

Auszug aus dem Buch „Heimatchronik Hameln / Hameln – Bad Pyrmont“ von 1961
„In den ersten Nachkriegsjahren sind 12.800 Flüchtlinge und 3.840 Evakuierte aufgenommen worden. Ende 1958 hatte die Stadt eine Bevölkerung von 51.153 Seelen. Die Wohnungsnot war infolge dieses raschen Anstiegs der Einwohnerschaft zu einem Problem ersten Ranges geworden. Die Sparkasse hat es daher auch als eine ihrer Hauptaufgaben angesehen, Rat und Verwaltung der Stadt in ihrem unablässigen Bestreben, die große Wohnungsnot zu lindern, tatkräftig durch Gewährung von Hypothekendarlehen zu unterstützen.
Diesem Ziel dient auch die enge Zusammenarbeit der Sparkasse mit der Landesbausparkasse Niedersachsen in Hannover beim Abschluss von Bausparverträgen. Aber auch die übrigen Geschäftszweige eines Spar- und Kreditinstituts, hier insbesondere die Dienstleistungsgeschäfte, werden von der Sparkasse pfleglich und sorgfältig für die Kundschaft wahrgenommen. Dazu gehören der Spar-Giroverkehr, barwertlose Zahlungsverkehr, Einlösung und Einziehung von Wechseln und Schecks, An- und Verkauf von Wertpapieren, Besorgung von Devisen und Außenhandelsgeschäften, Ausgabe und Einlösung von in- und ausländischen Reisechecks, Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Wertsachen und schließlich die Vermietung von Schließfächern.
Die Hauptstelle der Stadtsparkasse Hameln hat seit dem Jahre 1929 ihre Geschäftsräume in der „alten Garnisonkirche“. Vier Hauptzweigstellen erleichtern den Verkehr mit der Sparkasse, nämlich Zweigstellen Breiter Weg Nr. 17, Deisterstraße Nr. 56a, demnächst Koppenstraße Nr. 10, Wilhelm-Mertens-Platz Nr. 1 und Wittenkindstraße Nr. 9.
Die Organisation der Sparkasse und ihrer vier Hauptzweigstellen wird ständig überprüft, ob sie den Erfordernissen des Geschäftsablaufs und damit den Belangen der Kundschaft gerecht wird.
Der gesamte Buchungsbetrieb wird seit 1929 mit Hilfe von Buchungsmaschinen bewältigt. Erst kürzlich sind an Stelle von veralteten Buchungsmaschinen neue, auf elektronisch-magnetischer Grundlage arbeitende Buchungsautomaten in Betrieb genommen worden. Neben den reinen Buchungsmaschinen verfügt die Sparkasse über viele andere Büromaschinen und technische Einrichtungen, die den verschiedensten Zwecken dienen, mit dem Ziel, den Geschäftsablauf so rationell wie möglich zu gestalten.
Über allem steht im Betriebe der Mensch. Die Sparkasse kann ihre Aufgabe, Spar- und Kreditanstalt zu sein, nur erfüllen, wenn in ihr ein starkes menschliches Leben pulsiert. Den Beamten und Angestellten wird Gelegenheit gegeben, die Lehrgänge, Vortragsreihen und Fachwochen der Deutschen Sparkassenschule Hannover zu besuchen, damit sie ihr Fachwissen im Interesse einer guten Bedienung und Beratung der Kundschaft ergänzen und vertiefen können.
Vorstand und Betriebsgemeinschaft der Stadtsparkasse sind unablässig bedacht, dem Allgemeinwohl zu dienen und den Sparern und Geschäftsfreunden treue Helfer und Berater zu sein.
Sparkassendirektor W. Kowert“
„Kreditbank Hameln, Aktiengesellschaft Hameln
Die Kreditbank Hameln kann im Jahre 1961 auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken und nimmt schon dadurch unter den Kreditinstituten einen besonderen Platz ein. Das Jahrhundert ihres Bestehens ist die Zeitspanne, in der sich neben dem politischen Auf und Ab die Entwicklung der Wirtschaft zu einem modernen, alles umfassenden Industriewesen vollzog. Im Rahmen dieser Technisierung mit dem immer größer werdenden Investitionsbedarf hat die Kreditbank Hameln für den Raum Hameln treu ihrem Motto „In der Heimat – für die Heimat“ einen ganz erheblichen Anteil geleistet und ist für die wirtschaftliche Entwicklung des Kreisgebietes und darüber hinaus von großer Bedeutung.
Wenn wir auf das Jahr 1861 zurückblicken, so finden wir Hameln als ein beschauliches Städtchen mit 745 Häusern und 6.786 Einwohnern. In dieser geruhsamen, noch nicht vom Verkehr durchpulsten Kleinstadt fanden sich am 23. Mai 1861 fortschrittliche Bürger der Stadt zusammen, um den Kreditverein zu Hameln zu gründen, und zwar behufs gegenseitiger Beschaffung der in Gewerbe und Wirthschaft nötigen Geldmittel auf gemeinschaftlichen Kredit. Namen bekannter Hamelner Familien und Unternehmungen, die zum Teil ebenfalls in dieser Heimatchronik berichten, waren damals unter den verantwortlichen Männern.
Die Entwicklung der ersten Jahre zeigt, dass der Gedanke zur Gründung des Kreditvereins in zunehmendem Maße Anklang fand, und die Ausweitung der Geschäftsumsätze machte bald die erste Verlegung des Geschäftslokals notwendig. Aber auch in den folgenden Jahren ging der Aufstieg dieser heimatverbundenen Bank unaufhaltsam weiter. Immer mehr Hamelner Kaufleute, Gewerbetreibende, Beamte und Privatleute schlossen sich der seinerzeitigen Genossenschaft an, sodass im Jahre 1901 mit dem Bau eines repräsentativen größeren Bankgebäudes am Ostertorwall begonnen werden konnte. Noch heute dient dieser Bau nach entsprechender Modernisierung der Innenräume als Geschäftslokal.
Mit Wirkung vom 1. Januar 1905 erfolgte dann die Umgründung des Kreditvereins e. G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft, deren Anteile von den bisherigen Genossen übernommen wurden. In dieser Rechtsform widmete sich das Unternehmen weiterhin den finanziellen Interessen der Wirtschaft der Stadt Hameln und des Kreises Hameln-Pyrmont sowie der angrenzenden Kreise. Eine stete Aufwärtsentwicklung kennzeichnete die darauffolgenden Jahre, bis die Inflationszeit der Bank – wie so vielen anderen –schwere Krisenjahre brachte.
Die damalige Leitung des Unternehmens hatte in pflichtgemäßem Handeln und Verantwortungsbewusstsein sich in dieser Zeit an ein größeres Institut angelehnt und bestand dann in Form einer Zweiganstalt weiter. Die Sanierung der allgemeinen Wirtschaftsverhältnisse nach den Krisenjahren von 1928 bis 1931 brachten einen neuen Aufschwung, sodass im Jahre 1935 die Selbstständigkeit…“
